Let’s talk

Über Rückenfett, Bauchspeck & Co.

Part II

Ja, es gibt noch mehr zum Thema zu erzählen. Diejenigen unter euch, die den ersten Teil dieser Kolumne schon gelesen haben, wissen über die Anfänge meiner Bauchspeck-Karriere Bescheid. Sorry, dass der zweite Teil so lange auf sich warten lassen hat. Ich hatte leider ein paar persönliche Schwierigkeiten und konnte mich nicht auf den Blog konzentrieren. Aber jetzt ist alles wieder gut und ich werde hoffentlich wieder regelmäßiger posten. Für alle anderen: Hier geht es zu Part I der Kolumne.

Die Schulzeit ist also vollbracht. Mit dem Abi in der Hand zog ich los, um eine Karriere zu starten. Nur worin und mit was, das wusste ich noch nicht. Aber ich konnte mir ja auch nicht um alles Gedanken machen. Hatte ich doch meinen Bauchspeck und Schwabbelstellen am Bein, die mich ganz schön beschäftigten. Trotzdem fand ich natürlich ein Studium, das mich interessierte und in dem ich nach und nach mein Potential entdeckte. Aber dennoch brach im Studium eine neue Phase der Unzufriedenheit an.

Auf einmal gefiel mir gar nichts mehr. Bauch, Beine, Po: alles zu viel, alles zu schwabbelig, alles wurde zu einer Problemzone erklärt. Ein Vertrag fürs Fitnessstudio musste her. Was für eine Geldverschwendung. An keinem Ort der Welt habe ich mich je unwohler gefühlt. Nur Bodybuilder und Fitnessmodells. Da passt ein Schwabbelchen doch nicht rein, oder? Also musste noch etwas anderes her. Ich integrierte eine morgendliche Joggingrunde in meinen Tagesablauf und probierte sämtliche Sportkurse aus, die die Stadt zu bieten hatte. Zumba, BBRP, DeepWork etc. Wobei mir DeepWork richtig gut gefiel. Nicht weil ich dadurch einen Wahnsinnsbody bekommen habe (das ist nie passiert), sondern weil es Body und Mind ordentlich auspowert und ich dabei richtig abschalten konnte. Das kann ich wirklich jedem empfehlen. Ich versuche immer noch, so oft es geht, einen Kurs zu besuchen. Eine Zeit lang verabredete ich mich auch regelmäßig mit einer Freundin zum Schwimmen. Aber naja, ihr wisst ja wie das ist: Fett schwimmt oben. Und so stieg mein Hintern immer wieder an der Wasseroberfläche empor und ich trieb mehr herum als dass ich wirklich schwamm, während mich sämtliche andere Personen, die ebenfalls in der Runde schwammen, überholten. Mehrfach. Und immer wieder. Schwimmen wurde also definitiv nicht mein Sport.

Im Masterstudium brach der Fitnesswahn dann endgültig aus. Ich meldete mich in einem neuen Fitnessstudio an und ließ mich von einem Trainer einweisen, inkl. 4-Wochen Plan. Danach ging es dann so richtig los. Über eine Kommilitonin (noch aus dem Bachelor Studium) lernte ich die Bikini-Fitness-Klasse im Body Building kennen. Halleluja! Mein Schönheitsideal nahm noch einmal eine krassere Form an.  Ich wollte wie ein Bikini-Model aussehen. Also musste ein Plan her, mit dem ich alle Muskelgruppen meines Körpers bis zur Vergasung trainieren konnte. Für mich bedeutete das 6 Tage pro Woche für 2 Stunden in die Muckibude. Damit man Erfolge sieht, musste natürlich auch die Ernährung angepasst werden. Also wurden fleißig Makros gezählt und jeder Schluck Milch im Kaffee oder die Butter auf dem Brot akribisch ins Ernährungstagebuch eingetragen. Nicht dass man aus Versehen ein Gramm Fett oder noch schlimmer Kohlehydrate – kreisch – zu viel isst.

Ihr könnt euch vorstellen wie wenig Zeit ich noch hatte, um mit Freunden auszugehen und wie anstrengend dieser Lebensstil war, nicht nur für mich, sondern auch für alle Menschen in meinem Umfeld. Spontan essen gehen mit Freunden, Feiern mit den Kommilitonen, ein Feierabenddrink mit den Kollegen ging alles nicht. Passte ja kaum in den Zeitplan und in den Ernährungsplan schon gar nicht.

ABER: Ich hatte Erfolg. Ich verlor 18 kg Schwabbelmasse, legte ordentlich Muskeln zu und bekam dafür von allen Seiten viel Anerkennung und Lob. Damals hat mich das natürlich sehr gefreut. Heute weiß ich, dass mir das nicht unbedingt geholfen hat.

Und was soll ich sagen? Die Geschichte ist natürlich immer noch nicht zu Ende. Stay tuned for Part III.

xx – C

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